Zentralabitur 2013 – Deutsch

Meine erste Abiturklasur… und in dem Fach, wovor ich am meisten Angst hatte (nach PW, aber sie ist ja mündlich. Das ist was anderes). Ich hatte mich ja nur für ein Semester vorbereitet, weil im zweiten Semesterthema – Lyrik – mit 99%-er Wahrscheinlichkeit eine Analyse rankommt und keine Erörterung, die ich aus meinem ganzen Herz hasse.

Ich hab erst vor ein paar Tagen angefangen zu lernen, was ich niemandem empfehlen würde – nicht, weil man sooooo viel lernen muss, sondern weil man umso nervöser ist, wenn man noch nicht gelernt hat. Ich hab mir folgende Sachen angeguckt…

  • Gedichtsanalyse: Einleitung, Hauptteil (Strophenbau, Reimschema, Metrum, Kadenz, Enjambement, Schlüsselwörter bzw. Wortwahl, stilistische Mitteln, Entstehungshintergrund/Bezug zum Autor bzw. zur Epoche, Gedichtsart im Sinne von Erlebnislyrik oder Liebeslyrik usw.), Schluss
  • Sturm und Drang in Zusammenhang mit Aufklärung: Definition & Merkmale von Aufklärung (“Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit” Kant, 1784) und Sturm und Drang (Habe Mut, dich selbst zu leben; keine Abkehr von Vernunft, vielmehr Emanzipation des einzelnen Menschen und Schwerpunkt auf Gefühle und subjektive Ziele), Genie- bzw. Künstlerbegriff
  • “Ganymed” und “Prometheus” von Goethe, die seinen Sichtspunkt gegen über Gott und Religion verdeutlichen

Im Nachhinein fallen mir mehr Sachen ein, die ich hätte schreiben können; einen deutlicheren Bezug zu “Ganymed” und “Prometheus”, zum Beispiel. Aber ich hatte einfach NICHT GENUG ZEIT! Und das, obwohl ich nach drei Minuten mich für die zweite Aufgabe entschieden habe und somit 27 Minuten mehr Zeit hatte – also 3 Stunden und 27 Minuten. Ich hab trotzdem bis zur letzten Minute geschrieben, und ich war da nicht die Einzige.

Übrigens gab es eine Erörterung (1. Semester: Dramatische Texte, Brecht) und zwei Analysen (2. Semester: Lyrische Texte, Goethe; 3. Semester: Epische Texte, E.T.A. Hoffmann) und einen Leserbrief )4. Semester: Sprachentwicklung)
Es gab einen Auszug von Hoffmanns “Der Sandmann”, die Stelle, wo der auktoriale Erzähler eingreift, nachdem es enthüllt worden ist, dass Olimpia ein Automat ist, den man analysieren und interpretieren musste und dazu noch die gesellschaftliche Bedeutung der Teezirkeln erläutern soll oder so. Da dachte ich, gut, dass ich micht nicht auf das dritte Semester konzentriert habe! In Wahrheit ist Lyrik das Vorhersehbarste. Man weiß, es kommt ein Gedicht ran, der Autor ist auch schon vorgegeben (gotta love the Zentralabitur) und man muss es höchstwahrscheinlich analysiren.

Hauptsache, vorbei. 2/5 der Abiprüfung, bye-bye!

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